Sind dynamische Suchanzeigen ein gutes Tool?

Vor- und Nachteile von Dynamischen Suchanzeigen (DSA) bei Google Ads

Heute erre­ichte uns die Frage von Tan­ja, ob Dynamis­che Suchanzeigen ein gutes Tool für den Start mit Google Ads sind. Ein Google-Berater hat­te ihr ger­aden, mit 50,- Euro/Tag zwei Wochen Dat­en zu sam­meln und dann mit diesen Dat­en die weit­eren Kam­pag­nen zu bauen.

Ihr wisst nicht, was Dynamis­che Suchanzeigen sind? In 2 Sätzen: Dynamis­che Suchanzeigen gener­ieren die Google Ads und die Key­words aus eur­er Web­seite und senden die Suchen­den dann auf eine passende Unter­seite. Das geschieht alles automa­tisch, nur einen kurzen Beschrei­bung­s­text eur­er Anzeige müsst ihr erstellen. Details find­et ihr hier bei Google.

Zu Tan­jas Frage, ob dynamis­che Suchanzeigen oder nicht, muss ich die typ­is­che Antwort geben: es kommt darauf an!
Fan­gen wir mal sys­tem­a­tisch an:

1. Für viele Anfänger sind 50,- Euro pro Tag viel Geld.

Nun habe ich keinen Ein­blick, wie viel Bud­get Tan­ja hat und was ihr angepeiltes monatlich­es Bud­get ist. Aber ich wollte auf jeden Fall mal drauf hin­weisen, dass die meis­ten kleineren Fir­men mit weniger starten.

2. Dynamische Suchanzeigen haben auf jeden Fall Vorteile.

Das Daten­sam­meln ist sich­er ein­er, denn Google spielt halt, aus­ge­hend von dein­er Web­seite, alles durch: ver­schiedene Head­lines, ver­schiedene Texte, ver­schiedene Land­ing Pages. Das heißt auch: DSA haben wenig Aufwand in der Wartung. Allerd­ings nur, wenn die Web­seite gut gepflegt ist, sodass Google a) viele Inhalte find­et und b) Google erken­nt, was was ist, Struk­tur ist also extrem wichtig. Und ger­ade für große Web­seit­en sparst du dir mit DSA viel Zeit.

3. Kontrolle ist für mich eine wichtige Sache

Ich will eigentlich immer genau wis­sen, was vor sich geht. Deshalb lasse ich Google schon mal opti­mieren, aber meis­tens bin ich doch im Cock­pit und steuere. Je größer das Bud­get, desto eher ist das sin­nvoll, denn Googles Algo­rith­mus ist zwar gut, aber nicht so gut wie ein Men­sch. Also ander­sherum gesagt: bei kleinen Bud­gets ist der Ver­lust durch automa­tis­che Google-Opti­mierung so klein, dass es die Arbeit­szeit nicht aufwiegt, die du für die Opti­mierung brauchst. Bei großen Bud­gets hinge­gen kann der Men­sch mit Opti­mierung mehr sparen als der Google-Algo­rith­mus.

Konkretes Beispiel für Googles KI-Probleme

wir haben einen Kun­den aus dem Dat­ing-Bere­ich und Google ver­ste­ht nicht, dass Män­ner nach “Frau gesucht” googlen und Frauen nach “Mann gesucht” und nicht ander­sherum (es han­delt sich um eine Dat­ing­plat­tform für Het­ero­sex­uelle). Google schlägt mir also vor, in die Kam­pagne der Män­ner “Mann gesucht” einzufü­gen. Im End­ef­fekt wür­den Google die Anzeigen also der falschen Ziel­gruppe anzeigen.

4. Ich persönlich gehe meist einen gemischten Weg

Key­word-Platzhal­ter als erster Anzeigen­ti­tel, Ziel-CPA für die Preis­gestal­tung (also ein fest­ge­set­zter Con­ver­sion-Wert, den Google erre­ichen soll), den Rest habe ich selb­st in der Hand. Das fühlt sich für mich bess­er an und ich kann auch bess­er gegenüber einem Kun­den argu­men­tieren.
Wenn der Kunde allerd­ings wenig Geld hat oder jede Anzeige in mehrere Kor­rek­turschleifen muss (wir hat­ten mal für einen großen deutschen gemein­nützi­gen Gesund­heitsvere­in so ein Prob­lem), dann kann man guten Gewis­sens sagen: wir machen die Anzeigen ja gar nicht, das macht Google.

Keyword-Ideen dynamisch generieren

Key­words von der Kun­den-Web­seite lasse ich mir übri­gens genau­so gener­ieren wie Google das bei den Dynamis­chen Suchanzeigen auch macht: ich gebe im Key­word-Plan­er die URL des Kun­den an und Google find­et dann alle passenden Key­words. Diese kann ich dann auch (nur eben manuell) meinen Kam­pag­nen zuord­nen. So habe ich auch die Key­word-Ideen ver­wen­det, die auf mein­er Web­seite basieren. Das Gle­iche kann ich übri­gens auch mit den Web­seit­en der Konkur­renz machen 😉 Das macht Google bei den DSA übri­gens nicht!

5. Vorsicht bei fremden Marken

Kurze Anmerkung noch, da man mit den Key­word-Platzhal­tern leicht rein­fall­en kann: Marken­rechtliche Prob­leme kön­nten auftreten, wenn Google automa­tisch andere Marken in den Anzeigen­ti­tel packt. Das kann dir allerd­ings auch bei Key­word-Platzhal­tern passieren, deshalb arbeit­en wir immer mit ein­er Auss­chlus­sliste der Konkur­ren­z­na­men.

6. Wenn du eine kleine Webseite mit wenig Content hast

Bei kleinen Web­seit­en brin­gen dir die DSA auch nicht viel, denn dann find­et Google nichts, um damit zu arbeit­en. Da würde ich dann übri­gens so vorge­hen: über den Key­word-Plan­er die Key­words von Seit­en der Konkur­renz ziehen.

Ich hoffe, diese Frage hil­ft auch euch weit­er — wenn nicht, fragt ein­fach bei uns nach. Wenn euch der ganze Google-Ads-Kram zu kom­pliziert ist, dann helfen wir euch gerne, Google Ads sind unsere Spezial­ität.
Oder ihr schaut bei unserem Google-Ads-Kurs vor­bei, dort kön­nt ihr euch sel­ber schlau­machen.

Viel Erfolg bei allen euren Vorhaben,
Diet­mar

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