Videoconferencing like a Pro

Oder besser: Schöner Schein reicht auch, gerade in einer Videokonferenz!

Inzwis­chen erre­ichen mich immer mehr Nach­fra­gen, mit welch­er Aus­rüs­tung ich denn meine Web-Sem­i­nare und Videokon­feren­zen halte. Also Soft­ware benutze ich Zoom, hier find­et ihr mein Web-Sem­i­nar bei Ude­my, die “Ein­führung in Zoom”.

Hier und heute schreibe ich aber eher über die Hard­ware. Ganz wichtig zu wis­sen: mir geht es hier um quick’n’dirty, oder schnell-schnell, wie man so sagt. Es geht ver­dammt viel bess­er als das, was ich hier beschreibe, aber mit diesem Auf­bau kön­nt ihr erst­mal halb-pro­fes­sionell starten.

Kamera und Mikrofon

An Equip­ment benutze ich meinen nor­malen Lap­top, einen Microsoft Note­book Sur­face II, der eine ganz gute Kam­era hat. Als Mikro­fon habe ich meist mein Head­set, ein altes Log­itech, das lei­der so nicht mehr hergestellt wird. Da ich aktuell auch auf der Suche nach einem neuen Head­set bin, habe ich euch 3 Head­sets zusam­mengestellt, die ich in die engere Auswahl genom­men habe. Bei allen han­delt es sich um Gam­ing-Head­sets, da dort wohl die meiste Entwick­lungsar­beit rein­fließt.
Kri­te­rien waren:

  1. Kabel­los: ist für mich wichtig, da ich dann nicht per­ma­nent durch ein Kabel gestört werde. Ich schwöre darauf, will euch aber die Nachteile auch nicht ver­schweigen: ein kabel­los­es Head­set muss immer geladen wer­den, kann sich manch­mal nicht verbinden und man kann diesen kleinen USB-Plug auch ver­lieren oder vergessen (hab ich schon geschafft).
  2. Weich: wer länger in ein­er Videokon­ferenz oder einem Web-Sem­i­nar ist, der bekommt schnell Druck­stellen auf den Ohren. Deshalb muss das Head­set auf jeden Fall weich sein. Bei Bril­len­trägern sind weiche Pol­ster übri­gens noch wichtiger.
  3. Ton­qual­ität: ganz wichtig für eure Teil­nehmer ist es, dass ihr gut zu ver­ste­hen seid. Das ist für ein Online-Meet­ing vielle­icht nicht ganz so wichtig, für ein Web-Sem­i­nar aber essen­ziell, denn die Teil­nehmer müssen euch über lange Zeit konzen­tri­ert zuhören. Das ist mit schlechtem Sound ein Deal­break­er.
Meine engere Auswahl an Head­sets, die ich aber noch nicht per­sön­lich in den Hän­den gehal­ten habe. Wenn ihr Erfahrung mit einem davon habt, sagt mir Bescheid! (das QH92 hat ein Kabel)

Der Hintergrund

Wenn ihr in eur­er Woh­nung sitzt, wollt ihr vielle­icht nicht, dass die Zuse­her in euer Wohnz­im­mer schauen, oder, schlim­mer noch, euer Schlafz­im­mer — ger­ade wenn mehrere Fam­i­lien­mit­glieder gle­ichzeit­ig Home­of­fice haben, lässt sich das nicht immer ver­mei­den.

Kurze Anmerkung: die Uni­ver­sität der Bun­deswehr rät übri­gens dazu, immer einen Hin­ter­grund zu ver­wen­den, damit Fremde nicht rauskriegen kön­nen, wo und wie ihr wohnt.

Screen­shot aus meinem Web-Sem­i­nar “Erfol­gre­ich mit Google Ads

Meinen Back­ground habe damals über Wish bestellt, aktuell ist es sich­er bess­er, über Ama­zon oder eBay zu bestellen, da ihr auf jeden Fall die Liefer­fris­ten beacht­en müsst:

Das wären so Beispiel­pro­duk­te von Ama­zon:

Wenn es bei euch hell ist, kön­nt ihr auch noch einen Green­screen bestellen, bei Zoom wird der aktivert über “virtuelle Hin­ter­gründe”. Dazu muss die Beleuch­tung aber stim­men, son­st scheint das grün durch — sehr unpro­fes­sionell (glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung…).

Green­screen-Fail (nicht mein schlimm­ster…)

Da nicht alle Videokon­fren­zsys­teme virtuelle Hin­ter­gründe unter­stützen, würde ich immer erst einen neu­tralen Hin­ter­grund bestellen und dann zusät­zlich einen Green­screen.

Auf­steller für den Hin­ter­grund — der schwebt ja nicht — find­et ihr hier.

Eine Anmerkung noch zur Farbe: mein Hin­ter­grund ist eher zu dunkel, das wird dann auch für Zoom zum Prob­lem. Sucht euch eher einen helleren Hin­ter­grund aus, das wirkt bess­er — nicht so nach Hohle 😉

Beleuchtung

Sehr wichtig ist auch die Beleuch­tung, denn nur mit guter Beleuch­tung sieht man euch ja auch richtig.

Zap­pen­duster…

Bei Lam­p­en, kön­nt ihr professionell(er) range­hen wie Roman, mein Com­pagnon, der hat solche großen Foto­box­en als Lam­p­en.
Mir ist das zu umständlich, ich habe ein­fach 2 kleine LED-Ringlam­p­en, eine davon hat ein Sta­tiv (also einen Self­i­e­stick, der als Sta­tiv funk­tion­iert, etwas lab­brig…), die andere etwas klein­er, reicht aber auch:

Lieferfristen beachten!

Egal, was und wo ihr bestellt, ele­men­tar wichtig ist, dass ihr nach den Liefer­fris­ten schaut. Lier­fer­da­tum 20. April bringt euch nicht wirk­lich was 😉

Ich habe hier im Artikel auch immer Ama­zon-Links hin­ter­legt, das meiste habe ich per­sön­lich über die Wish-App direkt aus Chi­na bestellt. Da das momen­tan prob­lema­tisch ist und immer 4–6 Wochen dauert, musste ich auf Ama­zon zurück­fall­en. Soll­ten wieder bessere Zeit­en kom­men, kann ich Wish nur empfehlen, da die Preise dort noch etwas niedriger sind.

Sounddämmung

Ich habe mir ein­fach bei ebay noch Sound-Dämm­schaumgum­mi geholt, den ich rechts und links neben den Com­put­er stelle. Ich weiß nicht, ob das wirk­lich einen Unter­schied macht, aber teuer sind solche Plat­ten nicht. Mein Com­pagnon, der alte Stre­ber, hat die Dämm­plat­ten an ein Gestell gehängt und hat dann frontal die per­fek­te Däm­mung. Hut ab, muss ich schon sagen, aber geht mir zu weit 😀

Update: Das Arctis 7 gekauft

Nun habe ich ein neues Head­set, das SteelSeries Arc­tis 7 und ich bin super zufrieden. Aber einige Caveats:

  • das Head­set ist recht groß, das muss man auch wollen.
  • Die Kopfhör­er dämpfen Umfeldgeräusche stark, d.h. ihr seid in ein­er Sound­blase
  • Es ist etwas kom­pliziert­er zu kon­fig­uri­eren, da es 2 Out­putkanäle hat, für Spiele halt: einen für Stimme und einen für die Spiel­geräusche. Also nicht kurz vor der Kon­ferenz aus­pack­en und anschließen, son­dern vorher erst­mal testen!

Aber der Sound des Mikros ist super, genau wie die Qual­ität der Kopfhör­er, würde ich auf jeden Fall wieder kaufen!

Ich hoffe, meine Tipps helfen euch, durch die Krise zu kom­men,
Salu­dos und Bleibt gesund,
Euer Diet­mar

PS: Hier find­et ihr übri­gens noch meine 49+ Tipps für euer per­fek­tes Web-Sem­i­nar — sowas wie: vor dem Web-Sem­i­nar keine Brause trinken. Wegen der Blasen, die ja auch wieder raus wollen…


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