Facebook — zeitversetzt posten

Facebook — zeitversetzt posten

Mehr Leser durch zeitversetztes Posten

Der klas­sis­che Fall: man sitzt am Rech­n­er und hat fünf Mel­dun­gen für die Fanpage/Firmenseite. Nun will man aber nicht alle gle­ichzeit­ig ver­brat­en, da man dann ja nicht so viele Leser erre­icht — nur wer ger­ade online ist, liest ja nor­maler­weise die Post­ings.

Zeitversetzt posten

Mussten wir bish­er externe Tools für zeit­ver­set­ztes Posten zur Hil­fe nehmen, gibt uns Face­book jet­zt dafür eine extra Option im Post­ing­menü. Wer jet­zt Usabil­i­ty wie bei Hoot­suite oder Tweet­deck erwartet, hat sich allerd­ings geschnit­ten. Bedi­ener­fre­undlich ist das zeit­ver­set­ze Post­ing nicht ger­ade.

Wie funktioniert das Posten zum späteren Zeitpunkt:

Screenshot: in Facebook zeitversetzt posten

 

Eigentlich ganz ein­fach (5–6 Klicks, wir müssen näm­lich jeden Teil des Datums einzeln aus einem Drop­down­menü auswählen!): im Textfeld für unseren Post ist neuerd­ings eine kleine Uhr links unten. Über die kön­nen wir die Zeit ein­stellen, Jahr, Monat, Tag, Stunde, Minuten. Alles einzeln, sozusagen Holzk­lasse 😉

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Twitter schmeißt Clients ‘raus — welche Alternativen hat Tweetdeck?

Twitter schmeißt Clients ‘raus — welche Alternativen hat Tweetdeck?

Twit­ter will die Kon­trolle über seine Nutzer. Einige der Frem­dan­bi­eter von Twit­ter-Inter­faces sollen keinen Zugriff mehr auf Twit­ter erhal­ten, z.B. auch Tweet­deck. Was hat das für Kon­se­quen­zen?

Es ist an sich ver­ständlich, dass Twit­ter mehr Traf­fic direkt auf sein­er Web­seite haben will, nur: hätte man das sich nicht früher über­legen kön­nen? Ich will hier aber nicht über Twit­ters Optio­nen sprechen, son­dern über die Möglichkeit­en der im Regen ste­hen­den Frem­dan­bi­eter.

Optio­nen von Tweet­deck & Co
Zuerst ein­mal kön­nen diese natür­lich mit Twit­ter ver­han­deln. Hoot­suite darf auch weit­er beste­hen, vielle­icht kön­nen die anderen Anbi­eter ja auch einen Deal machen wie Hoot­suite bzw. Funk­tio­nen zurück­nehmen, die Twit­ter ärg­ern. Wie z.B. die län­geren Tweets von Tweet­Deck.
Ich gehe hier aber davon aus, dass Tweet­Deck schon länger von den Plä­nen Twit­ters wusste, die Tweets über 140 Zeichen also eine Reak­tion auf Twit­ters Poli­tik ist — Ver­hand­lun­gen also sinn­los.

Als Zweites kön­nten die Anbi­eter Twit­ter am Wer­beer­lös beteili­gen, ähn­lich wie Zyn­ga an Face­book Geld abführt. Da die Twit­ter­clients viele von Twit­ter unter­schiedliche Geschäftsmod­elle ver­fol­gen, wäre dies eigentlich eine prak­tis­che Sache für Twit­ter: ohne Änderung des Geschäftsmod­ells würde mehr Geld fließen. Ich glaube aber nicht, dass Twit­ter darauf einge­ht. Hier geht es mehr um Kon­trolle als um Geld.

Als Drittes — und dies wäre eine Abwehrschlacht — kön­nten sich die alter­na­tiv­en Clients zusam­men­schließen und ihr eigenes Net­zw­erk auf­machen. Dies würde dann vielle­icht 30% der Twit­ter­er umfassen, etwa 30 Mil­lio­nen Nutzer, keine schlechte Basis.
Hier­bei gilt es allerd­ings, recht intel­li­gent vorzuge­hen: wir arbeit­en hier mit Net­zw­erk­ef­fek­ten, d.h. das stärkere Net­zw­erk dominiert langfristig den gesamten Markt. Daher gilt es, klare Unter­schei­dungsmöglichkeit­en und Lock-Ins zu instal­lieren. Apple hat vorgemacht, wie man sowas in einem Net­zw­erk­markt gegen große Geg­n­er sin­nvoll tut.

Vorteile eines Gegen-Twit­ter
Welche Fak­toren kön­nten für Tweet­Deck & Co entschei­dend sein:
1. Län­gere Tweets: wenn viele Leute so gen­ervt sind von der Beschränkung auf 140 Zeichen, dann ist hier ein großes Poten­tial. Man braucht ja nicht wirk­lich 1.000 Zeichen, aber 200 plus die URL und die Hash­tags, das wäre doch was!

2. User Inter­face: ich gehe wirk­lich nur, wenn ich es nicht ver­mei­den kann, auf Twitter.com, da das User Inter­face ein­fach schlecht ist. Ich twit­tere mit Tweet­Deck und Hoot­suite, wobei ich ersteres bevorzuge, da es ein eigen­ständi­ges Pro­gramm ist. Mit bei­den Clients habe ich sehr viel mehr Möglichkeit­en als mit Twit­ter (Sched­uled Tweets, Sta­tis­tiken, Lis­ten­man­age­ment etc.)

3. Geschäftsmod­ell: ger­ade pro­fes­sionelle Twit­ter­er sind wohl bere­it, für Wer­be­frei­heit auch Geld zu zahlen. Wenn eine Pre­mi­um­mit­glied­schaft bei einem Client zu Wer­be­frei­heit führt — zusät­zlich zu besseren Funk­tio­nen — wäre dies für die zahlungskräftig­ste Ziel­gruppe inter­es­sant. Dann haben wir Twit­ter für die Ama­teure und das andere Net­zw­erk für die Profis.

4. Mark­t­macht: Twit­ter scheint seine Macht zu Kopf zu steigen. Wenn Mark­t­macht zu unfre­undlichem Geschäfts­ge­bahren führt und die Kun­den — die Twit­ter­er — schlechter behan­delt wer­den, dann suchen sie Alter­na­tiv­en.

5. Apps & Plu­g­ins: das andere Net­zw­erk muss sich auf­grund sein­er Het­ero­gen­ität auf Stan­dards eini­gen. Stan­dards ermöglichen auch eine prak­tis­che, offene API, so dass viele Drit­tan­wen­dung­spro­gram­mier­er Sicher­heit hät­ten, ihre Apps zur Ver­wen­dung im neuen Net­zw­erk zu pro­gram­mieren. Diese Apps wür­den die Funk­tion­al­ität und damit den Wert und die Unter­schei­d­barkeit des Net­zw­erks weit­er erhöhen. Zusät­zlich hätte man so auch die freie Soft­ware-Bewe­gung mit im Boot.

Wie soll­ten die Alter­na­tiv­en vorge­hen
1. Bre­ites Bünd­nis schließen

2. Part­ner von außer­halb mit ins Boot holen (Face­book, Google, OpenID, Mobil­funkprovider…)

3. Tweets von Twit­terusern mit ein­fachen Hil­f­s­mit­teln im Net­zw­erk les­bar machen (Client, der die Tweets in bei­de Net­zw­erke sendet — sowas muss intel­li­gent ange­fasst wer­den, son­st dro­hen Kla­gen von Twit­ter)

Nun, ich bin ges­pan­nt, was sich an der Twit­ter­front weit­er­hin tut, ehrlich gesagt, glaube ich nicht an meine Lösung: zu kom­pliziert, zu unkon­ven­tionell. Zusam­me­nar­beit, bah!

Schönes Woch­enende,
Diet­mar

PS: Ger­ade gefun­den: es gibt wirk­lich Über­legun­gen in die Rich­tung. Uber­Me­dia rüstet auf, um eine Alter­na­tive zu wer­den. Den Artikel gibt’s hier bei Mash­able!

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