The Tippexperience 2 — Better, Faster, Stronger!!!

The Tippexperience 2 — Better, Faster, Stronger!!!

Dear Com­mu­ni­ty,

I just watched all of the pos­si­ble incar­na­tions of the Mr. Bear’s birth­day on the Tipp­ex­pe­ri­ence 2 — and you must see it! Most are real­ly fun­ny and it is real­ly great how they use Youtube to cre­ate a sequel of the famous first Tipp­ex­pe­ri­ence which gained clicks in the dou­ble dig­its of mil­lions. Here is a List of all the dif­fer­ent scenes. You just type in a year to see the dif­fer­ent scenes:

Liebe Leser

Ich habe ger­ade alle möglichen Vari­anten des Geburt­stags von Mis­ter Bär auf der Tipp­ex­pe­ri­ence 2 gese­hen, ein Must-See! Die meis­ten sind wirk­lich gut und es ist wirk­lich großar­tig, wie die Tipp-Ex-Leute Youtube nutzen, um eine Fort­set­zung der ersten Tipp­ex­pe­ri­ence zu kreieren, die läs­sig über eine zweis­tel­li­gen Mil­lio­ne­nan­zahl an aufrufen gekom­men ist. Hier find­et ihr eine Liste aller ver­schiede­nen Szenen. Ihr müsst nur ein Jahr ein­tip­pen und dann seht ihr die Szenen:

 

  • before: Error 404
  • xxx to -2.500.000 Dino­raurs — with click effect
  • -2.000.000 to -3601 Cave
  • -3600 to -33 Sphinx
  • 0–1 Birth of Christ
  • -32 to -1;2–476 Ben Hur
  • 477 to 1443 Mittelalter/Artus
  • 1454 to 1788 Mona ähhh Loos­er?
  • 1789 to 1799 French Rev­o­lu­tion
  • 1800 to 1880 West­ern mit Nerf-Guns
  • 1900 to 1928 Slap­stick
  • 1929 to 1938 The Great Depres­sion
  • 1939 to 1945 War!
  • 1946 to 1949 Slap­stick again?!?!
  • 1950 to 1959 Rock’n’Roll Strip Babe!
  • 1954 Ger­many wins Word Soc­cer Cup (see also 1966 for a colour shot of the girl!)
  • 1960 to 1968 Psy­che­del­ic Six­ties
  • 1966 Revenge on the Wem­b­ley Goal –> Soc­cer, Baby!
  • 1969 Moon Land­ing
  • 1970 to 1978 Let them Dis­co — you can let them dance!
  • 1974 Beck­en­bear scores…
  • 1979 to 1980 Pack­bear — real­ly hard to play!!!
  • 1980 to 1988 Make your own graf­fi­ty — push it baby!
  • 1989 Break­ing the Wall — just do it!
  • 1990 to 2000 Soap Opera
  • 1998 Soc­cer Word Cham­pi­onship (again the same as the above soc­cer stuff — lame!)
  • 2000 Year 2K Bug
  • 2001 Who died?!?!
  • 2002 Not again the same soc­cer joke!!!
  • 2003 Gov­er­na­tor — ah Bear­ana­tor!
  • 2004 Face­book was born
  • 2005 Youtube!
  • 2006 The same soc­cer joke doesn’t get fun­nier by con­stant­ly repeat­ing it!!!
  • 2007 Haha­ha, Apple Phones!
  • 2008 Yes we can!
  • 2009 Michael Jack­son
  • 2010 This soc­cer joke sucks by now!!!
  • 2011 Mon­sieur Strauss Kahn
  • 2012 Maya Apoc­al­yse
  • 2013 to 2049 U.F.O.s
  • 2050 to 9999 Tron with Action — Access to your micro­phone riquired!
  • 10.000 to the rest: Gay mar­riage is final­ly legal — or not?!

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Facebook startet ab Mai mit Bilderverkauf

Facebook startet die Vermarktungsrechte aller Bilder seiner User

Nun ist es offiziell, Face­book hat die Ver­mark­tungsrechte aller Bilder sein­er User angekündigt. Ab Mai wer­den die Bilder einen But­ton erhal­ten, mit dem man das jew­eilige Bild von Face­book kaufen kann. Damit geht die Kom­merzial­isierung von Face­book in die näch­ste Runde. Mit dieser Aktion will man offen­sichtlich die Börse beein­druck­en und den Preis der Aktien steigern.

Neues Geschäftsmodell?

Natür­lich nicht, dies ist nur ein Aprilscherz!
Schö­nen Son­ntag,
Diet­mar

Adresshandel — dagegen sind Facebook und Google ja fast harmlos

Richard Gut­jahr beschäftigt sich auf seinem Blog mit der deutschen Daten­mafia (danke an Nicole für den Hin­weis), ein wirk­lich lesenswert­er Artikel!

Aus der Sicht eines Dozen­ten
Mir als Dozen­ten kom­men monatlich viele Teil­nehmer mein­er Kurse unter, die eine wahnsin­nige Angst haben, sich bei Face­book und Google anzumelden. Nun weiß ich, was ich dem­nächst machen werde:

Ich werde eine Liste erstellen mit Dat­en und Verknüp­fun­gen und Ver­stößen und die Teil­nehmer fra­gen, welch­es Unternehmen da porträtiert ist. Ich denke, die Enthül­lung wird einige in’s Stutzen ger­at­en lassen 🙂

Habt ihr schon Dat­en ange­fordert über das selbstauskunft.net, was sind eure Erfahrun­gen?

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1.000 Stunden Online & Social Media Marketing

So, Jubiläum diese Woche: 1.000 Stun­den Online & Social Media Mar­ket­ing Unter­richt. Was 2007 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht begann und im Feb­ru­ar 2009 an der Busi­ness Trends Acad­e­my an Fahrt gewann, führte nun, mit einem Abstech­er an die Fach­hochschule Pots­dam und eini­gen selb­stor­gan­isierten Sem­i­naren zum Erre­ichen der magis­chen Gren­ze von 1.000 Stun­den Unter­richt — und ich meine keine Unter­richt­sein­heit­en, gerne als UEs beze­ich­net, son­dern Zeit­stun­den 🙂

Mein Dank für die schö­nen Stun­den, guten Erfahrun­gen und super net­ten Leute, die ich in dieser Zeit ken­nen­gel­ernt habe, gilt allen Teil­nehmern. Wären die Teil­nehmer nicht so begeis­tert, fre­undlich & auch manch­mal nach­sichtig gewe­sen, hätte ich das Jubiläum nie erre­icht. Danke euch allen!!!

Ein schönes Woch­enende euch,
Diet­mar

Seminar PR 2.0 – Öffentlichkeitsarbeit für kleine Firmen am 20.08.

Liebe Leser,

da wir kurzfristig eine große Nach­frage nach dem PR 2.0-Seminar haben, hier noch ein­mal die Infos zum Sem­i­nar:

Pr 2.0 Sem­i­nar am Sonnabend: 8 Stun­den, 40 Euro

Worum es geht:
Die Öffentlichkeit­sar­beit ste­ht im 21. Jahrhun­dert vor neuen Her­aus­forderun­gen. Wie muss PR das Web nutzen, um ihre Botschaften weit­er­hin der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

  • PR 2.0
  • Presse­di­en­ste im Inter­net
  • Schreiben für das Web

Die Dozentin

  • Cor­nelia Wolter [Xing], Spezial­ist für Online PR & Redak­tion

Die Kosten des Sem­i­nars belaufen sich auf 40,- Euro, die Min­desteil­nehmerzahl ist 7.

Hier geht es zur Anmel­dung

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Gowalla — ein Kurztest mit anschließender Deinstallation

Gowalla — ein Kurztest mit anschließender Deinstallation

So, als totaler Foursquare-Addict dachte ich mir nun, teste ich doch mal Gowal­la aus. Schnell auf meinem Win7-Smart­phone instal­liert (ja, es gab schon eine App!) und dann mal los.

Der Gowalla-Anmeldeprozess

Der Anmelde­prozess ist denkbar ein­fach und kom­fort­a­bel, man kann schon losle­gen, ohne die Email bestätigt zu haben, das ist gut gelun­gen. Das Menü ist über­sichtlich gestal­tet und passt sich intu­itiv ins Win7-Design ein. Lei­der kann ich Face­book nur von der Web­seite Gowalla.com nach Fre­un­den durch­suchen lassen, das geht nicht mobil. Aber immer­hin: ich kenne 3 andere Leute, die Gowal­la noch nutzen, das ist nicht ger­ade viel 😉

Der erste Check-in

Nun also einen Check-In vornehmen. Sitze im Cafe Cha­gall hin­ter der Hum­boldt-Uni — bei Foursquare bin ich hier der Bürg­er­meis­ter — und das will ich auch bei Gowal­la wer­den. Und da fan­gen sie an, die Prob­leme: wo bin ich? Gowal­la schlägt mir die “Streuob­st­wiese Schön­hagen” vor. Ok, also Ort ändern. Die Streuob­st­wiese ist mit 38,1 Kilo­me­ter Ent­fer­nung die näch­ste Loca­tion, alle anderen Vorschläge sind noch weit­er ent­fer­nt!!! Das ist ent­täuschend, so kann man nicht arbeit­en.

Also Cafe Cha­gall (und auch Cafe C) gesucht, gibt es nicht. Testhal­ber mal Hum­boldt gesucht, sollte doch die Hum­boldt-Uni­ver­sität ausspuck­en. Find­et er auch nicht.

Fazit

Nun ja, das war’s, Bye­Bye Gowal­la, Bew­er­tung: nicht zu empfehlen.

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Eigene Short-URL über Bit.ly einrichten — NewRules.de zu nrul.es

Mit ein­er gewis­sen Vor­laufzeit habe ich das Vorhaben nun endlich umge­set­zt: es gibt jet­zt eine eigene Kurz-URL von NewRules.de, nrul.es!

Warum eine Kurz-URL?

URL-Short­en­er haben drei grund­sät­zliche Funk­tio­nen:

  1. Platz sparen: auf Twit­ter darf eine Nachricht nur 140 Zeichen haben. URLs sind oft deut­lich länger. Deshalb erzeugt ein URL-Short­en­er eine kurze Domain, die eine Weit­er­leitung auf die Orig­i­nal-URL enthält. So wird aus http://www.newrules.de/facebook-vs-google/ die kurze Domain http://nrul.es/qcGfEf . Damit sparen wir 23 Zeichen, die statt für die URL für die Twit­ter­nachricht zur Ver­fü­gung ste­hen.
  2. Sta­tis­tik: Jed­er Klick auf den Link, den wir mit dem URL-Short­en­er kürzen, wird gezählt. Somit kön­nen wir sehen, wie erfol­gre­ich unser Post war.
  3. Ein­fach­es Abschreiben: Eine URL kann lang sein, möglichst noch zufalls­gener­ierte Zeichen und Zahlen enthal­ten. Druckt man diese URL beispiel­sweise in ein­er Pow­er­point ab, schle­ichen sich beim späteren Abschreiben oft Fehler ein. Eine gekürzte URL ist leichter abzuschreiben. Da sich diese Kurz-URLs meist auch anpassen lassen, wird unsere URL des Artikels über Google+ ver­sus Face­book http://nrul.es/qcGfEf dann http://nrul.es/Gplus_vs_FB

Kurz-URLs gibt es von ver­schiede­nen Anbi­etern, TinyURL.com, Goo.gl von Google, ow.ly von Hoot­suite. Mit am bekan­ntesten ist Bit­ly, basierend auf dem Domain­na­men http://bit.ly.

Bit.ly Professional

Wenn man sich reg­istri­ert, bietet Bit­ly einen Pro­fes­sion­al-Ser­vice an, über den man seine eigene Domain als URL-Short­en­er nutzen kann, also nicht mehr bit.ly, son­dern z.B. eben nrul.es. Dieser Ser­vice ist — noch — kosten­los.
Hier habe ich meine nrul.es angemeldet. Eigentlich eine spanis­che Domain, aber mir her­zlich egal 😉 Die Domain habe ich der Ein­fach­heit hal­ber bei der Domain-Offen­sive reg­istri­ert, einen preiswerten Ser­vice zur Ver­wal­tung von Domains, der einem aber erlaubt, die DNS-Adresse von Bit­ly einzugeben (hier die Anleitung von Bit­ly).

Warum eine eigene Kurz-URL?

Sim­pel, das ist gut für’s Brand­ing. Die großen, z.B. Wash­ing­ton Post (Wapo.st), Techcrunch (tcrn.ch),  Mash­able (mash.to), New York Times (ntim.es) etc. machen es auch.
Und nun gehören wir auch dazu 😀

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Facebook vs. Google+

Facebook vs. Google+

Netzwerkeffekte - Positives FeedbackAlle reden über Google+: ist das neue Net­zw­erk ein Konkur­rent zu Face­book oder doch eher zu Twit­ter? Ist Face­book das neue MySpace oder Stu­di­VZ, der näch­ste Ver­lier­er? Ist Google+ ein Rohrkrepier­er (angedeutet z.B. in  BRO Study Online — via @wds7)? Oder wer­den bei­de Net­zw­erke par­al­lel weit­er existieren, da wir reif sind für mehrere Net­zw­erke (Sascha Lobo)?

Was ist wichtig für das Über­leben eines Net­zw­erks?
Vieles ist wichtig für ein Net­zw­erk:

  • die Wahrnehmung nach außen,
  • die Funk­tio­nen,
  • der Daten­schutz,
  • die Ein­bindung in die mobile Inter­netwelt,
  • Nüt­zliche Anwen­dun­gen etc.

Viele dieser Fak­toren spie­len eine Rolle. Im End­ef­fekt aber hat kein einzel­ner dieser Fak­toren den ster­ben­den Net­zw­erken geholfen. MySpace ist das beste Net­zw­erk für Musik, die Musik­er haben auf Face­book lange nicht so gute Möglichkeit­en. Trotz­dem sind sie bei Face­book.
Stu­di­VZ hat­te zwar am Anfang Daten­schutzprob­leme und den einen oder anderen Skan­dal, ist nun aber beim ser­iösen Holzbrinkver­lag und zudem noch in Deutsch­land, das sollte doch mehr Ver­trauen ein­flößen — abge­se­hen sind die Diskus­sions­funk­tio­nen in den VZ-Net­zw­erken um einiges bess­er als in Face­book.
Und so ist es mit jedem einzel­nen der obi­gen Punk­te: sie allein hal­ten keine Nutzer im Net­zw­erk.

Net­zw­erk­ef­fek­te
Was allerd­ings das wichtig­ste ist — und das lässt sich nicht direkt bee­in­flussen, ist die Menge der Nutzer. Net­zw­erke funk­tion­ieren mit pos­i­tivem Feed­back: je mehr Mit­glieder desto bess­er, je weniger Mit­glieder desto schlechter. Die Qual­ität der Nutzer spielt auch eine Rolle, die lassen wir in der Betra­ch­tung aber mal außer acht.

Selb­ster­fül­lende Prophezeiung
Da die Anzahl der Nutzer das entschei­dende Moment für den Erfolg ist, geht es darum, eine selb­ster­fül­lende Prophezeiung zu schaf­fen: wenn ihr heute zu uns — Google+ — wech­selt, seid ihr mor­gen bess­er ‘dran. Bleibt ihr in eurem Netz — Face­book in diesem Fall — geht es euch schlechter, da eure Fre­unde nicht mehr im Haus sind.
Es geht also in der Essenz darum, Erwartun­gen zu schaf­fen und diese zu man­a­gen. Dass Google das kann, haben sie bish­er bewiesen. Wenn man die Tweets zum The­ma beobachtet, stellt man ganz schnell fest, dass momen­tan deut­lich mehr über Google+ getwit­tert wird als über Face­book. Das hat sicher­lich auch etwas mit dem Neuigkeitswert von Google+ zu tun, allerd­ings auch mit der geschick­ten Anmelde- und Ein­ladungspoli­tik zu Google+: ein Hauch von VIP-Area, aber eigentlich völ­lig offen. Gutes Erwartungs­man­age­ment.

Schnelles Wach­s­tum
Schauen wir uns allerd­ings an, wie schnell der Plus-1-But­ton (Googles Like-But­ton) in Web­seit­en einge­bun­den wird, sehen wir, dass er zwar Twit­ter schon über­holt hat, der Like-But­ton von Face­book bei sein­er Ein­führung aber deut­lich schneller um sich griff.

Was sagt uns das?
Google+ ist auf einem guten Weg, kämpft allerd­ings noch immer bergauf. Ver­schiedene Szenar­ien kön­nten sich ergeben:

  1. Es ist genug Platz für alle da: Google+ und Face­book kön­nen nebeneinan­der existieren, da die Net­zwelt reif ist für noch mehr Net­zw­erke. Das finde ich ehrlich gesagt prob­lema­tisch. Ich bin momen­tan aktiv bei Face­book, Xing und Twit­ter. LinkedIn ste­ht eigentlich noch auf mein­er Liste, ander­er­seits nutze ich nicht mal Xing richtig. Natür­lich habe ich mich bei Google+ angemeldet, nur passiert da ger­ade nix. Werde ich aktiv­er Google­Plusser? Ich bin mir nicht sich­er — abge­se­hen davon will ich Google nicht noch mehr Dat­en zur Ver­fü­gung stellen…
  2. Eins der Net­zw­erke gewin­nt: ich würde da auf Face­book wet­ten. Allerd­ings wette ich nicht gerne. Und Google hat viel Geld & eine gute Infra­struk­tur, gepaart mit einem aus­geprägten Platzhirschdenken und ein­er starken Exis­ten­zangst. Das Ren­nen ist noch offen. Wenn ich Google wäre, würde ich meine Gewin­nwahrschein­lichkeit erhöhen, indem ich mehr Net­zw­erke aufkaufe. The­ma­tisch wür­den sich wohl Busi­ness­net­zw­erke anbi­eten (Xing vor allem) oder aber eine Fusion von Googles Orkut auf Google+.
  3. Die Bedro­hung aus der Open­Source-Ecke: noch in weit­er Ferne, aber dur­chaus real ist die Bedro­hung durch Open­Source-Social-Net­works wie Dias­po­ra. Ob Dias­po­ra selb­st der Killer für Facebook/Google+ ist, weiß ich nicht. Aber wenn nicht Dias­po­ra, dann ein anderes Net­zw­erk. Und an die Killerkraft von Open­Source glaube ich uneingeschränkt. Allerd­ings ist diese Bedro­hung noch so weit ent­fer­nt, dass wir darüber erst in 5 Jahren wei­t­er­disku­tieren müssen.

Also: hal­tet die Augen offen, achtet auf die Net­zw­erk­ef­fek­te 🙂

PS: Danke an Natascha Lju­bic für gle­ich zwei inspiri­erende Tweets!

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Wikis revolutionieren Italiens Politik

Wikis revolutionieren Italiens Politik

Die Pnyx, die Rednertribüne der Attischen Demokratie

Inter­view mit Beppe Gril­lo
Wie ich ger­ade in der taz gele­sen habe, ver­lässt sich die von Beppe Gril­lo gegrün­dete MoVi­men­to cinque Stelle (Fünf-Sterne-Bewe­gung), die die Poli­tik in Ital­ien aufgerollt hat, zur Mei­n­ungs­bil­dung auf ein Wikis.

Für alle, die nicht wis­sen, was Wikis sind: Wikipedia zu einem The­ma. Jed­er kann einen Artikel anle­gen und jed­er andere kann ihn ändern und weit­er­en­twick­eln.

Mehr Bürg­er­beteili­gung durch Social Media
Nun habe ich mich gefragt — philosophis­ch­er Son­ntag­mor­gen — ob dies der näch­ste Schritt ist. Und in der Sache ist meine Antwort: wäre schön, hin zu mehr Bürg­er­beteili­gung. Die Prax­is sehe ich allerd­ings deut­lich prob­lema­tis­ch­er. Denn wie wir aus diversen Social Media-Aktiv­itäten wis­sen (z.B. dem Ändern eines Wikipedia-Artikels), beteili­gen sich ganz wenige Aktive über­pro­por­tion­al, die Mehrheit bleibt pas­siv. Also auch hier haben wir keine gle­ich­berechtigte Demokratie. Diese ist wohl nur vorstell­bar, wenn jed­er Aktive Geld für seine demokratis­che Beteili­gung bekommt, ähn­lich der Athenis­chen Demokratie — der Alt-Athenis­chen…

Refor­m­druck
Aber wir haben mit den Social Media-Tools neue Möglichkeit­en die demokratis­che Entschei­dungs­find­ung zu verbessern. Oder doch nicht? Die Beson­der­heit in Ital­ien — langjährige Regierung Berlus­co­nis — erzeugt einen Refor­m­druck, der genü­gend Leute aktiviert und sie in’s poli­tis­che Leben treibt.

Die Piraten­partei hinge­gen hat ein her­vor­ra­gen­des Tool zur Mei­n­ungs­bil­dung, Liq­uid Feed­back (bess­er zur Mei­n­ungs­find­ung geeignet als jedes Wiki), durch das schnell und demokratisch Entschei­dun­gen und Mei­n­ungs­find­un­gen stat­tfind­en kön­nen kön­nten. Prob­lem nur, dass der in Ital­ien vorhan­dene Refor­m­druck fehlt. Und was machen Men­schen mit zu viel freier Energie? Sich in Per­son­alde­bat­ten begeben, nicht Sach- son­dern Per­son­alpoli­tik.

Struk­turen haben auch Vorteile
Ein weit­eres Prob­lem bei der Ein­führung von direk­ten Demokratieele­menten in Parteien, also der Auf­gabe von for­malen Struk­turen, ist, dass sich spon­tan Struk­turen entwick­eln. Geherrscht wird dann nicht über gewählte Vertreter, son­dern über Grup­pen. Die Grup­pen, die sich am besten organ­isieren, herrschen. Wenn man böse denkt, kön­nte man dazu Seilschaften sagen. Meine Erfahrun­gen aus der Unipoli­tik und einem Jahre zurück­liegen­den Abstech­er zu den Schöneberg­er Grü­nen sowie die Erfahrun­gen der Römis­chen Repub­lik zeigten mir das ein­drucksvoll: es regiert dann, wer am lautesten schre­it und die meis­ten Anhänger hat. Gewisse struk­turelle Instru­mente garantieren also, dass die Mehrheit/die Stärk­eren die Minderheit/die Schwächeren nicht unter­drück­en.

Konze­quenz: Zuschauen und Ler­nen
Als Faz­it stelle ich also fest: nutzen wir die Chance und beobacht­en wir genau, was mit Social Media-Tools in Ital­ien erre­icht wird und übernehmen die guten Sachen, die schlecht­en ver­w­er­fen wir.

Twitter schmeißt Clients ‘raus — welche Alternativen hat Tweetdeck?

Twitter schmeißt Clients ‘raus — welche Alternativen hat Tweetdeck?

Twit­ter will die Kon­trolle über seine Nutzer. Einige der Frem­dan­bi­eter von Twit­ter-Inter­faces sollen keinen Zugriff mehr auf Twit­ter erhal­ten, z.B. auch Tweet­deck. Was hat das für Kon­se­quen­zen?

Es ist an sich ver­ständlich, dass Twit­ter mehr Traf­fic direkt auf sein­er Web­seite haben will, nur: hätte man das sich nicht früher über­legen kön­nen? Ich will hier aber nicht über Twit­ters Optio­nen sprechen, son­dern über die Möglichkeit­en der im Regen ste­hen­den Frem­dan­bi­eter.

Optio­nen von Tweet­deck & Co
Zuerst ein­mal kön­nen diese natür­lich mit Twit­ter ver­han­deln. Hoot­suite darf auch weit­er beste­hen, vielle­icht kön­nen die anderen Anbi­eter ja auch einen Deal machen wie Hoot­suite bzw. Funk­tio­nen zurück­nehmen, die Twit­ter ärg­ern. Wie z.B. die län­geren Tweets von Tweet­Deck.
Ich gehe hier aber davon aus, dass Tweet­Deck schon länger von den Plä­nen Twit­ters wusste, die Tweets über 140 Zeichen also eine Reak­tion auf Twit­ters Poli­tik ist — Ver­hand­lun­gen also sinn­los.

Als Zweites kön­nten die Anbi­eter Twit­ter am Wer­beer­lös beteili­gen, ähn­lich wie Zyn­ga an Face­book Geld abführt. Da die Twit­ter­clients viele von Twit­ter unter­schiedliche Geschäftsmod­elle ver­fol­gen, wäre dies eigentlich eine prak­tis­che Sache für Twit­ter: ohne Änderung des Geschäftsmod­ells würde mehr Geld fließen. Ich glaube aber nicht, dass Twit­ter darauf einge­ht. Hier geht es mehr um Kon­trolle als um Geld.

Als Drittes — und dies wäre eine Abwehrschlacht — kön­nten sich die alter­na­tiv­en Clients zusam­men­schließen und ihr eigenes Net­zw­erk auf­machen. Dies würde dann vielle­icht 30% der Twit­ter­er umfassen, etwa 30 Mil­lio­nen Nutzer, keine schlechte Basis.
Hier­bei gilt es allerd­ings, recht intel­li­gent vorzuge­hen: wir arbeit­en hier mit Net­zw­erk­ef­fek­ten, d.h. das stärkere Net­zw­erk dominiert langfristig den gesamten Markt. Daher gilt es, klare Unter­schei­dungsmöglichkeit­en und Lock-Ins zu instal­lieren. Apple hat vorgemacht, wie man sowas in einem Net­zw­erk­markt gegen große Geg­n­er sin­nvoll tut.

Vorteile eines Gegen-Twit­ter
Welche Fak­toren kön­nten für Tweet­Deck & Co entschei­dend sein:
1. Län­gere Tweets: wenn viele Leute so gen­ervt sind von der Beschränkung auf 140 Zeichen, dann ist hier ein großes Poten­tial. Man braucht ja nicht wirk­lich 1.000 Zeichen, aber 200 plus die URL und die Hash­tags, das wäre doch was!

2. User Inter­face: ich gehe wirk­lich nur, wenn ich es nicht ver­mei­den kann, auf Twitter.com, da das User Inter­face ein­fach schlecht ist. Ich twit­tere mit Tweet­Deck und Hoot­suite, wobei ich ersteres bevorzuge, da es ein eigen­ständi­ges Pro­gramm ist. Mit bei­den Clients habe ich sehr viel mehr Möglichkeit­en als mit Twit­ter (Sched­uled Tweets, Sta­tis­tiken, Lis­ten­man­age­ment etc.)

3. Geschäftsmod­ell: ger­ade pro­fes­sionelle Twit­ter­er sind wohl bere­it, für Wer­be­frei­heit auch Geld zu zahlen. Wenn eine Pre­mi­um­mit­glied­schaft bei einem Client zu Wer­be­frei­heit führt — zusät­zlich zu besseren Funk­tio­nen — wäre dies für die zahlungskräftig­ste Ziel­gruppe inter­es­sant. Dann haben wir Twit­ter für die Ama­teure und das andere Net­zw­erk für die Profis.

4. Mark­t­macht: Twit­ter scheint seine Macht zu Kopf zu steigen. Wenn Mark­t­macht zu unfre­undlichem Geschäfts­ge­bahren führt und die Kun­den — die Twit­ter­er — schlechter behan­delt wer­den, dann suchen sie Alter­na­tiv­en.

5. Apps & Plu­g­ins: das andere Net­zw­erk muss sich auf­grund sein­er Het­ero­gen­ität auf Stan­dards eini­gen. Stan­dards ermöglichen auch eine prak­tis­che, offene API, so dass viele Drit­tan­wen­dung­spro­gram­mier­er Sicher­heit hät­ten, ihre Apps zur Ver­wen­dung im neuen Net­zw­erk zu pro­gram­mieren. Diese Apps wür­den die Funk­tion­al­ität und damit den Wert und die Unter­schei­d­barkeit des Net­zw­erks weit­er erhöhen. Zusät­zlich hätte man so auch die freie Soft­ware-Bewe­gung mit im Boot.

Wie soll­ten die Alter­na­tiv­en vorge­hen
1. Bre­ites Bünd­nis schließen

2. Part­ner von außer­halb mit ins Boot holen (Face­book, Google, OpenID, Mobil­funkprovider…)

3. Tweets von Twit­terusern mit ein­fachen Hil­f­s­mit­teln im Net­zw­erk les­bar machen (Client, der die Tweets in bei­de Net­zw­erke sendet — sowas muss intel­li­gent ange­fasst wer­den, son­st dro­hen Kla­gen von Twit­ter)

Nun, ich bin ges­pan­nt, was sich an der Twit­ter­front weit­er­hin tut, ehrlich gesagt, glaube ich nicht an meine Lösung: zu kom­pliziert, zu unkon­ven­tionell. Zusam­me­nar­beit, bah!

Schönes Woch­enende,
Diet­mar

PS: Ger­ade gefun­den: es gibt wirk­lich Über­legun­gen in die Rich­tung. Uber­Me­dia rüstet auf, um eine Alter­na­tive zu wer­den. Den Artikel gibt’s hier bei Mash­able!

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